Tipps rund um das Kita-Leben

Persönliche Private Liebevolle Kinderbetreuung

Tipps von den Tageseltern Julia und Alexander Nastasi

In der Tagespflege für Kinder gibt es Regeln und Abläufe, die sich immer wiederholen. Gerade deshalb tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Auf solche Fragen wollen wir, die Tagesmutter Julia Nastasi und der Tagesvater Alexander Nastasi hier eingehen. Wir betreiben seit 2017 gemeinsam eine Kita und berichten an dieser Stelle von den Erfahrungen, die wir gemacht haben. Dabei beantworten wir auch häufige Fragen, die sich Eltern stellen, wenn sie ihr Kind in die Kinderbetreuung geben.


Wann sollte ich mein Kind anmelden?

Guten Tag, mein Name ist Alexander Nastasi und heute wieder ein aktueller Tipp von uns als Tageseltern. Meine Frau Julia Nastasi und ich sind seit mittlerweile 2 Jahren in Schwetzingen die einzigen Tageseltern. Das bedeutet, sowohl meine Frau als auch ich arbeiten in der Kindertagespflege von Kindern zwischen ein und drei Jahren und vielleicht dürfen wir auch bald Ihr Kind betreuen.

Im heutigen Tipp geht es darum: Wann sollte ich mich denn melden, wenn ich einen Betreuungsplatz möchte? Rein rechtlich sieht die Situation in einer Krippe, in einer Kita so aus, dass Sie ab dem ersten Lebensjahr, wenn das erste Lebensjahr erreicht ist, einen rechtlichen Betreuungsanspruch auf 30 Stunden in der Woche haben. Das wird vom Jugendamt überwacht und gefördert.

Es gibt Ausnahmefälle, in denen auch eine Betreuung vorher begonnen wird, zum Beispiel, wenn Sie jetzt in einem Beruf arbeiten oder wieder einsteigen in den Beruf, wo es zu keinem anderen Zeitpunkt möglich ist. Angenommen, Sie sind Lehrerin, dann fängt eben das Schuljahr jetzt an und dann muss das Kind eben unter Umständen ein paar Wochen vorher in die Betreuung, weil Sie sonst ein ganzes Jahr warten müssten, bis Sie wieder einsteigen können in Ihren Job. Generell ist es aber so: Ab dem ersten Lebensjahr ist eine Betreuung gesetzlich möglich und gesetzlich überhaupt angedacht.

30 Stunden in der Woche – das kommt daher, dass das Jugendamt 15 Stunden und alles, was darunter ist, als Babysitting sieht. Das heißt also, Sie sollten sich schon überlegen, dass Sie eine tägliche Betreuung wünschen und dass die Betreuung auch über mehrere Stunden am Tag stattfinden sollte.

Wann sollten Sie sich melden? Nun, bei uns in der Kita ist das ganz einfach: Sie können sich jederzeit anmelden, über das Kontaktformular auf unserer Webseite. Das können Sie Tag und Nacht machen, das ist eine ganz praktische Sache: Das läuft bei uns auf einem Excel-Formular raus, wird mit Datum und Uhrzeit gespeichert, so dass wir genau sehen, wann Sie sich gemeldet haben. Wir melden uns in der Regel an Werktagen innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen und dann, wenn es für Sie und für uns passend ist, würden wir uns nochmal drei Monate vorher bei Ihnen melden und würden uns persönlich kennenlernen.

Was in keinem Fall Sinn macht, sind Eintragungen, wo das Kind noch gar nicht gezeugt ist oder wo das Kind noch auf dem Weg auf diese Welt ist. Bitte melden Sie sich erst bei uns und auch in anderen Einrichtungen, wenn das Kind geboren ist. Erfahrungsgemäß ist es so: In der Kita gibt es immer mal wieder freie Plätze und das kann auch recht plötzlich gehen. Deswegen ist es auch absolut sinnvoll, sich auf einer Warteliste einzutragen und dann gegebenenfalls einen Anruf zu bekommen und zu entscheiden: Möchte ich das oder möchte ich nicht? Nur – Sie sollten sich vorher darüber klar sein, was es bedeutet, Ihr Kind in eine Kita zu bringen. Welche Kosten kommen auf Sie zu? Welches Prozedere läuft dabei ab? Das können Sie alles auf unserer Webseite nachlesen oder wenn Sie möchten, rufen Sie uns doch einfach mal an und wir geben Ihnen gerne darüber Auskunft.

Nun hoffe ich, Ihnen ein wenig geholfen zu haben und freue mich schon auf den nächsten Monat und auf den nächsten Tipp.

Ihr Alexander Nastasi



Was ist nach dem Urlaub in der Kita zu beachten?

Hallo, wir sind Julia und Alexander Nastasi. Wir sind die einzigen Tageseltern in Schwetzingen. Wir haben uns vorgenommen, eine kleine Serie zu machen, wenn es klappt, einmal im Monat ein Video und da soll es jeweils um ein Kita-Thema gehen. Das heutige Thema ist: Wie ist es denn nach einem Urlaub? Jetzt steht ja gerade die Urlaubszeit an und nach dem Urlaub – die Kinder waren jetzt zwei, vielleicht drei Wochen mit den Eltern unterwegs im sonnigen Süden oder für die Bergfans vielleicht irgendwo Skilaufen und haben dort sehr intensiv die Eltern erlebt und jetzt sollen sie wieder in die Betreuung kommen. Was ist denn dabei zu beachten?

Dazu möchte ich gleich sagen: Da sollte man direkt die Erwartungshaltung, wie das Kind sich jetzt verhält, ein bisschen herunterschrauben. Natürlich, selbst wenn Kinder schon lange eingewöhnt sind, sagen wir mal, sie sind jetzt schon ein Jahr bei uns - dann kann es aber trotzdem passieren, dass das Kind jetzt wirklich zwei oder drei Wochen 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche nur mit Mama und Papa unterwegs war - und jetzt soll es aus diesem gewohnten, aus diesem schönen, aus diesem harmonischen, aus diesem auch außergewöhnlichen Umfeld wieder zurück in die Kita und da gibt es wieder die Regeln, da muss man natürlich auch wieder früher aufstehen, abends geht es vielleicht wieder etwas strenger und früher ins Bett - also sprich, es setzt der Alltag ein und vielleicht erinnern Sie sich mal dran: Wie ist das, wenn Sie nach zwei, drei Wochen Urlaub wieder zurück auf die Arbeit sollen? Da sagen Sie bestenfalls "Ist eigentlich ganz okay. Ich kann jetzt auch wieder arbeiten gehen." Aber schlimmstenfalls sagen Sie "Ich mag nicht." und genau so kann es Ihrem Kind einfach auch gehen. Deswegen: Bereiten Sie es positiv darauf vor. "Hey, wenn wir wieder zu Hause sind, dann gehst du wieder zu deinen Tageseltern / zu Julia / zu Alex. Dann gehst du wieder in die Kita." Was auch immer Ihre Formulierung dafür ist, was Sie zu Hause immer verwenden. Einfach schon ein bisschen positiv vorbereiten und dann aber auch nicht diese Erwartungshaltung haben, es soll jetzt am Montag "Hurra" rufen und direkt wieder reinspringen. Es kann dann einfach passieren, dass das Kind ein bisschen quengelig ist, dass es den Abschied ein bisschen schwerer nimmt. Das wäre das, was mir jetzt so einfallen würde.

Ganz wichtig ist, wie in allen Sachen, was die Erziehung betrifft: Das durften wir am eigenen Leib – wir haben ja zwei eigene Kinder – sehr intensiv lernen - konsequent bleiben und dem Kind einen Rhythmus bieten. Das heißt also, es muss sich auch wieder daran gewöhnen, dass es eben von Montag bis Freitag von soundsoviel Uhr bis soundsoviel Uhr in eine Einrichtung geht. Ob das jetzt Tageseltern sind, ob das der Kindergarten ist, ob das eine Krippe ist - das ist vollkommen egal. Es muss sich daran gewöhnen, dass es gewisse Abläufe gibt und dass sich diese jeden Tag wiederholen. Und dann gewöhnt sich das Kind auch daran und dann findet es sich ein und Sie werden auch merken, es hat eine positive Auswirkung auf die ganze Entwicklung vom Kind. Es ist nunmal so, dass heute oder dass überhaupt eben alles nach gewissen Rhythmen erfolgt und dass das auch einfach notwendig ist. Das erklären wir auch unseren Kindern regelmäßig: Wir sind sehr viel mit den Kindern draußen in der Natur und wir erklären das gerne an den Jahreszeiten. Es wäre auch extrem langweilig, wenn in Deutschland 365 Tage im Jahr Sommer wäre. Das wäre eine Katastrophe. Genauso blöd wäre es, wenn nur Winter wäre oder nur Herbst oder nur Frühjahr. Den Reiz macht ja der Wechsel aus. Genauso ist es bei den Kindern: Wenn sie gewöhnt sind, Montag bis Freitag gehen sie in die Betreuung. Da ist ein anderes Programm Montag bis Freitag als eben Samstag und Sonntag. Und eben Urlaub ist nochmal eine besondere Zeit. Das sollen die Kinder ruhig mitbekommen und sollen ruhg auch merken, dass das premium ist, mit den Eltern wirklich 14 Tage oder 3 Wochen lang immer Zeit intensiv zu verbringen.

Ich würde sagen, das wäre mal so eine grobe Übersicht, was nach einem Urlaub ansteht. Also: Einfach kein Drama daraus machen. Es ist halt so: Beim Abgeben kann es am Montag und am Dienstag noch sein, dass es ein bisschen Gequengel gibt. Aber Sie werden sehen, wenn man dranbleibt und nicht sagt "Ach komm, dann bleibst du jetzt doch gleich wieder zu Hause", dann ist das auch innerhalb von ein paar Tagen wieder Geschichte. Kinder sind da zum Glück sehr spontan und sehr flexibel. Ja, das war es erstmal von unserer Seite und bis zum nächsten Mal.